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Interview Michael Graschitz PDF Drucken E-Mail

Tashi_Michael_Graschitz

Der Rosegger Michael Graschitz wird im Sommer 2010 die TCV-Schule in Chauntra besuchen. Dabei wird er zum ersten Mal sein Patenkind Tashi persönlich kennenlernen. Tibetpatenkind.net hat sich vor der Reise mit dem Kärntner über seine Erwartungen unterhalten.

Herr Graschitz, wenn sie sich kurz vorstellen könnten?

Ich lebe mit meiner Frau und unseren 2 Kindern im Alter von 8 und 14 Jahren in Rosegg, und bin als Konditormeister in Villach beschäftigt.
In meiner Freizeit beschäftige ich mich mit fremden Kulturen, vorwiegend die Länder des Maghreb, welche ich auch schon einige Male besuchte.


Wie sind Sie auf die Möglichkeit gestossen, ein tibetisches Kind in einem Kinderdorf  in Nordindien mit einer Patenschaft zu unterstützen?

Kurze Zeit nach den Berichten von neuerlichen Unruhen in Tibet, anlässlich der Olympiade in Peking, trafen wir uns mit Fr. Barbara Beyweiß.
Sie berichtete von Kindern, welche über den Himalaya nach Indien geschickt werden, um dort eine Schulausbildung im Sinne der tibetischen Kultur zu erhalten.
Beeindruckt von ihren Erzählungen und Fotos von  ihre Reise ins SOS- Kinderdorf in Chauntra, kamen wir sehr bald zum Entschluss, selbst aktiv ein Kind als Pate zu übernehmen.
Die Möglichkeit so unmittelbar und ohne groß dazwischengeschaltete Organisationen helfen zu können  war ein gewichtiger Grund. Der „direkte“ Kontakt über Pakete und Briefe zu unserem Patenkind  fasziniert vor allem unseren 14 jährigen Sohn.

Sie werden an einer Patenreise im Sommer 2010 teilnehmen. Wie stellen Sie es sich vor, wenn Sie Ihr Patenkind in Chauntra kennlernen  werden?

Vorweg war für mich die Möglichkeit meinen 14 jährigen Sohn auf diese Reise mitnehmen zu können sehr wichtig. Ich möchte ihm  damit  die Chance geben, die für uns alltäglichen Dinge mit ein bisserl “anderen „ Augen zu sehen , und natürlich das persönliche Kennenlernen unseres Patenkindes Tashi.
Für mich ist es wichtig, dass wir nicht den Eindruck erwecken: „da kommt jetzt der „Westen“ und überhäuft uns mit Geschenken und nützlichen Dingen.“ Ich will mit Tashi gemeinsam einige Stunden verbringen, er soll spüren, dass wir auch wenn wir wieder abreisen, in Gedanken da sein werden, da es ja für ihn ein Aufwachsen ohne Eltern bedeutet.
Ich denke, das gemeinsame Erleben einiger Tage kann dazu beitragen, Tashi das Gefühl zu geben, er ist nicht ganz so alleine!
An den sicher sehr emotionalen Abschied von den Kindern, will ich gar nicht denken, aber das Erlebte sollte uns die Energie geben, weiter für die Kinder „da zu sein“, und mit viel Kraft  immer neue Projekt zu starten.

Stichwort Projekte: Wie wird die Reise vorbereitet, was wird mitgenommen oder noch benötigt?

Um Barbara Beyweiß hat sich eine Gruppe von engagierten Mitreisenden gebildet, welche sich sehr einbringen.
So wurde schon einiges an benötigten Dingen  organisiert, wie z.B. Brillen in verschiedenen. Stärken, Verbandsmaterial, Wund- und Heilsalben aber auch ganz einfache Sachen wie gestrickte Socken, Bekleidung , Schreibmaterial, Klebemittel usw.
Da wir von  Personen auch Geldspenden bekommen, haben wir uns entschlossen, vor Ort, also direkt in Chauntra, benötigte Dinge einzukaufen. So ersparen wir uns teure Frachtgebühren.
Dies geschieht in Absprache mit dem Sekretariat im SOS Kinderdorf. So wollen wir diesmal u.a. einen Kühlschrank zur Aufbewahrung von Medikamenten in der Krankenstation, Matratzen, Decken, Handtücher, Hygieneartikel besorgen.
Benötigt wird natürlich immer eine Menge.Da wir heuer vor Ort sind erscheint uns jeder anvertraute Euro als sinnvolle Investition in die Zukunft der Kinder!
So schließt sich für mich der Kreis der unmittelbaren Hilfe, und ich bin froh dabei zu sein und meinen Beitrag zu leisten, für ein bisschen Geborgenheit  zu sorgen für unsere Patenkinder in Chauntra.

An wen kann man sich wenden, wenn man Ihre geplanten Projekte unterstützen möchte?

Interessierte können sich gerne an Frau Barbara Beyweiß ( Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. ) wenden. Sie steht für Fragen gerne zur Verfügung.

Vielen Dank für das Gespräch.